Autor: Alex Suderman

  • Geschafft für Community

    31.05.2026

    Das Thema der Romanze und von Beziehungen ist noch immer wichtig. In Filmen, im Fernsehen und in sozialen Medien ist das Thema weiterhin relevant. Wie kann man echte Liebe im Leben finden? Für einige Menschen ist Liebe so wichtig, dass sie eine Frage der Sicherheit ist. Sie ist ein Teil ihrer Identität. Es gibt Angst vor Einsamkeit.

    Und jetzt wird es mit KI noch komplizierter. Es gibt einen Sci-Fi Film von Spike Jonze, der Her heißt. Darin verliebt sich ein einsamer Mann in eine KI-Begleiterin. Hinter dieser Science-Fiction-Prämisse verbirgt sich eine sehr ernste Auseinandersetzung mit moderner Isolation und dem menschlichen Bedürfnis, gesehen und emotional widergespiegelt zu werden. Wie können wir Intimität in einer säkularen Welt finden?


    Gottes Vision für die Beziehungen

    Gott hat uns für Gemeinschaft geschaffen

    „Und Gott der HERR sprach: Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei; ich will ihm eine Hilfe machen, die ihm entspricht.“ (1 Mose 1,18)

    In Gottes Ebenbild geschaffen zu sein (1. Mose 1,26–28) bedeutet, dass wir für Gemeinschaft gemacht sind. Gott setzte Adam in den Garten, damit er ihn pflegt, bebaut und bewahrt (1. Mose 2,15). Ihm wurde Verantwortung gegeben. Aber Gott hatte nie vor, dass er alles allein tun muss.

    Warum ist das so? Auch in Gottes Wesen selbst gibt es Beziehung. Gott ist Vater, Sohn und Heiliger Geist — eine ewige Gemeinschaft in vollkommener Einheit. Weil Menschen im Ebenbild Gottes geschaffen sind, spiegeln auch wir diese Aspekte von Gottes Charakter wider.

    Das bedeutet nicht, dass wir mit allen beste Freunde sein müssen. Vielleicht brauchen wir im Leben nur ein oder zwei enge Freunde. Auch introvertierte Menschen brauchen Gemeinschaft, egal wie klein ihr Freundeskreis ist.

    Die Freude an der Partnerschaft

    Die Erschaffung der Frau zeigt eine Partnerschaft mit dem Mann, damit sie gemeinsam die Schöpfung im Garten bewahren.

    Dass Gott in der Geschichte die Frau nach dem Mann und als Gehilfin erschafft, bedeutet nicht automatisch Unterordnung. Als „Helfer“ (ʿezer) bezeichnet zu werden heißt nicht, weniger wert oder untergeordnet zu sein. Im Alten Testament wird sogar Gott selbst mit diesem Wort beschrieben — als Helfer Israels (Psalm 33,20; 70,5).

    Männer und Frauen sind alle Menschen:

    „Und Gott der HERR baute eine Frau aus der Rippe, die er von dem Menschen nahm, und brachte sie zu ihm. Da sprach der Mensch: Die ist nun Bein von meinem Bein und Fleisch von meinem Fleisch; man wird sie Männin nennen, weil sie vom Manne genommen ist.“ (1 Mose 2,22-23)

    Auch die Tatsache, dass Gott Adams Rippe nahm, um die Frau zu erschaffen, unterstreicht ihre tiefe Verbundenheit. Sie gehören zueinander. Anders als die Tiere wurden sie gemeinsam geschaffen, um Verantwortung für die Schöpfung zu tragen. Deshalb sagt Adam, als er Eva zum ersten Mal sieht: „Fleisch von meinem Fleisch und Knochen von meinen Knochen.“ Trotz ihrer geschlechtlichen Unterschiede gehören sie zusammen.

    Als ich zum Beispiel Carla zum ersten Mal sah, dachte ich nicht: „Da ist jemand, der mir untergeordnet sein könnte.“ Nein. Ich dachte: „Wow! Schau mal, wie schön sie ist! Ich möchte sie kennenlernen. Ich will auch herausfinden, ob wir als Lebenspartner zusammenpassen! Können wir zusammen gut Jesus nachfolgen?“

    „Ein Fleisch“ als Bundesbeziehung

    Was bedeutet diese Text in Bezug auf der Ehe? Jesus selbst bekräftigt diesen Text als Grundlage für die Ehe.

    „Er aber antwortete und sprach: Habt ihr nicht gelesen, dass der Schöpfer sie am Anfang schuf als Mann und Frau und sprach: »Darum wird ein Mann Vater und Mutter verlassen und an seiner Frau hängen, und die zwei werden ein Fleisch sein«? So sind sie nun nicht mehr zwei, sondern ein Fleisch. Was nun Gott zusammengefügt hat, das soll der Mensch nicht scheiden!“ (Matthias 19,4-6)

    Wenn wir über die Ehe sprechen, vertreten wir als Gemeinde eine traditionelle Sicht. Die Ehe ist ein Bund zwischen einem Mann und einer Frau für das ganze Leben.

    Paulus greift dieses Thema auch in Epheser 5 auf. Auch in der Ehe sehen wir eine tiefe Widerspiegelung von Gottes Wesen, das sich in Jesus Christus offenbart.

    „Denn wir sind Glieder seines Leibes. »Darum wird ein Mann Vater und Mutter verlassen und an seiner Frau hängen, und die zwei werden ein Fleisch sein« Dies Geheimnis ist groß; ich deute es aber auf Christus und die Gemeinde. Darum auch ihr: ein jeder liebe seine Frau wie sich selbst; die Frau aber habe Ehrfurcht vor dem Mann.“ (Epheser 5,30-33)

    Dieser Abschnitt verankert die Realität der Ehe theologisch in Christus. Tatsächlich ist die Ehe nicht notwendig, um die Menschheit am Leben zu erhalten. Heutzutage können Kinder ja sogar in einem wissenschaftlichen Labor in einer Reagenzglas geboren werden.

    Aber die Ehe schafft ein stabiles Umfeld der Liebe, das den Charakter Gottes widerspiegelt. Sie verweist auf Gottes Treue, die sich in Jesus offenbart. 

    Ist die Ehe für alle?

    Was bedeutet diese Text in Bezug auf Menschen, die nicht geheiratet sind? Sowohl Jesus als auch Paulus entschieden sich dafür, unverheiratet zu bleiben, damit sie Gott ohne Ablenkungen dienen konnten.

    Er sprach aber zu ihnen: Dies Wort fassen nicht alle, sondern die, denen es gegeben ist. Denn es gibt Verschnittene, die von Geburt an so sind; und es gibt Verschnittene, die von den Menschen verschnitten worden sind; und es gibt Verschnittene, die sich selbst verschnitten haben um des Himmelreiches willen. Wer es fassen kann, der fasse es! (Matthias 19,11-12)

    Das ist ja eine schwere Lehre. Ich habe viel von dem amerikanischen Pastor Wesley Hill gelernt. Er ist schwul und Pastor in einer progressiven Kirche. Trotzdem hat er sich entschieden, ein Leben in der Enthaltsamkeit zu führen. Er ist überzeugt, seine homosexuellen Empfindungen nicht auszuleben. Gleichzeitig ist ihm sehr bewusst, wie schwer dieser Weg ist.

    Sein Schwerpunkt liegt darauf, dass die Gemeinde ein Ort sein muss, an dem Menschen aus der LGBTQ+ Community echte Gemeinschaft finden können, denn auch sie brauchen Freundschaft und Beziehungen. Sie sind ebenso im Ebenbild Gottes geschaffen und nicht dazu bestimmt, allein zu sein.

    Sie brauchen wie uns tief geistliche Freundschaft und Community.


    Was können wir tun?

    Pflege deine Beziehungen bewusst

    Wie pflegst und kümmerst du dich um deine Freundschaften, deine Familie und deine Beziehungen?

    Beziehungen brauchen Zeit und Aufmerksamkeit, egal ob es sich um eine Ehe oder eine Freundschaft handelt. Community ist etwas, das wir — wie Adam im Garten — pflegen und bewahren müssen. Es braucht Energie. Teil einer Gemeinde zu sein braucht ebenfalls Energie. Aber Community, Gemeinschaft und Beziehungen lohnen sich.

    Natürlich bedeutet das auch, dass wir Spaß haben sollten, aber ebenso, dass wir tiefere geistliche Freundschaften kultivieren. Ich freue mich auf die Zweierschaft, die wir üben könnten. Ich treffe mich jetzt regelmäßig mit einem Freund, um Gottes Wort zu lesen und zu beten. Ich finde viel Freude in dieser Freundschaft.

    Die Ehe als Bund, nicht nur als Gefühl

    Wie kümmerst du dich in eurer Ehe um deinen Partner und hilfst ihm dabei, Jesus nachzufolgen und als Kind Gottes zu wachsen?

    Für Menschen, die verheiratet sind, ist die Ehe ein Bund. Das bedeutet, dass es nicht nur Romantik und gute Gefühle gibt, sondern auch eine große Hingabe — sogar dann, wenn es schwierig wird. Die Ehe ist auch ein Garten, den man pflegen und bewahren muss. Um die Romantik lebendig zu halten, müssen wir daran arbeiten: Dates, Zeit miteinander verbringen und ja, auch Sex.

    Und es gibt auch einen geistlichen Aspekt der Ehe. Ich habe festgestellt, dass Carla und ich uns auch gegenseitig näherkommen, wenn wir näher bei Jesus sind. Deshalb ist es so wichtig, einen Partner oder eine Partnerin zu haben, der oder die unseren Glauben teilt. Wenn Jesus unsere wahre Identität ist, dann passt es, wenn unser Partner oder unsere Partnerin auf demselben Fundament steht.

    Die Gemeinde für Gemeinschaft mit Gott

    Wen hat Gott dir auf deinen Weg gestellt, damit du ihn „segnen“ kannst, damit er in Jesus Christus seine endgültige Erfüllung findet?

    Die Kirche ist auch ein Ort echter Gemeinschaft. Das erfordert Mühe. Aber es ist ein Ort, an dem wir uns gegenseitig ermutigen, in unserer innigen Beziehung zu Gott zu wachsen.

    Es ist ein Ort, an dem wir als Menschen, die nach Gottes Ebenbild geschaffen sind, bestätigt werden, aber auch, an dem wir unsere Ängste, Unsicherheiten und Schwächen bekennen können. Es ist ein Ort, an dem wir Gemeinschaft um Jesus herum erleben können.

  • Der Garten bewahren

    17.05.2026

    Heutzutage gibt es viel Aufmerksamkeit für Künstliche Intelligenz. Wie sieht eine Welt mit KI aus? Wie würde unsere Gesellschaft mit Androiden aussehen? Seit Jahren wird diese Frage schon in Filmen behandelt – zum Beispiel in den Welten von Star Wars und Star Trek. Dabei kommt immer wieder die Frage auf: Was macht uns wirklich menschlich, wenn Androiden den Menschen so ähnlich sein könnten?

    3-CPO und R2D2 auf Endor mit einem Ewok

    Was macht uns Menschen überhaupt aus? In 1. Mose 1,26–28 sehen wir, dass Menschen – Männer und Frauen – nach Gottes Ebenbild geschaffen sind. Wir sind dazu gemacht, Gott in der Welt widerzuspiegeln. Uns wurde Verantwortung für die Schöpfung gegeben.

    In 1. Mose 2 sehen wir, dass Gott uns in ein Leben gestellt hat, in dem wir freie Möglichkeiten haben, aber auch Verbote. Doch diese Verbote dienen zu unserer Sicherheit und unserem Gedeihen. Interessanterweise ist gerade die Fähigkeit, sich zu entscheiden und Gottes Grenzen zu respektieren, das, was uns menschlich macht.


    Eine riskante Entscheidung

    Der Gott hat den Menschen im Garten ein Wahl gegeben. Man darf alle den Früchte von jedem Baum essen sogar das Baum des Lebens. Aber sie dürfen nicht von den Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen essen, „denn an dem Tage, da du von ihm isst, musst du des Todes sterben“ (1 Mose 2,17). Es ist wie Karl Barth geschrieben hat. Diese Geschichte ist der ersten Bund mit Menschheit, der Gott gemacht hat. In eine Richtung ist das Leben und in der andere gibt es Tod. Man kann in Einheit mit dem Schöpfer leben oder in der Trennung. Der Wahl gehört zu uns.

    Warum ist das so? Dieser moralische und geistliche Wahl macht uns wie Menschen. Gott hat sein Atem in uns gehaucht (1 Mose 2,7). Er hat den Mensch in einem Garten gestellt, um er zu bebauten und bewahrten (1 Mose 2,16). Und der Mensch war auch der Zugang zum Baum des Lebens gegeben: unsterblich Leben. Deswegen könnten der Mensch Gottes Ebenbild Wiederspiegeln und ausleben. Der Mensch war ein Priester in Gottes Schöpfung. Aber der Mensch hat ein Verantwortung in eine gehorsam Beziehung mit Gott zu behalten.

    Im Exil vom Garten

    Wir leben jetzt in einem Welt, in dem wir von dem Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen gegessen haben (1 Mose 3,1-7). Das heißt, dass wir nach ein moralische Erkenntnis gesucht habe, dass darüber hinaus geht, was für uns Gesund war.

    Auch ihr wart tot durch eure Übertretungen und Sünden, in denen ihr früher gewandelt seid nach der Art dieser Welt, unter dem Mächtigen, der in der Luft herrscht, nämlich dem Geist, der zu dieser Zeit am Werk ist in den Kindern des Ungehorsams. Unter ihnen haben auch wir alle einst unser Leben geführt in den Begierden unsres Fleisches und taten den Willen des Fleisches und der Vernunft und waren Kinder des Zorns von Natur wie auch die andern. (Epheser 2,1-3)

    Laut Paulus haben wir alle, genau wie Adam im Garten Eden, das Exil erlebt. Diese Geschichte ist keine Mythologie, zu der wir keinen Bezug finden können. Sie beschreibt unsere eigene Geschichte. 

    Zum Beispiel haben meine Eltern mich gewarnt, dass die Trunkenheit zu einer schlechten Ende führen könnte. Aber ich war neugierig. Ich war bewusst über die Idee von Trunkenheit. Aber meine Erkenntnis war abstrakt. Gegen der Weisheit meine Eltern wollte ich Trunkenheit erfahren. Das erste mal kann ich sage, dass ich fast ertrunken haben.

    Wir leben jetzt in ein Welt, in deem wir ja betrunken haben. Wir haben immer noch den Kater. Und wir ertrunken. Wir waren vom Garten und das Baum des Lebens verbannt. Wir leben in Exil von Gottes Gegenwart. Das Bund mit dem Schöpfer war verbrochen.

    Das Baum der Heilung

    Hansa Platz in Dortmund, Deutschland

    Gott hat einen Weg zurück zum Garten und das Baum des Lebens gemacht. Er hat durch Abraham, Mose und das Bund von Israel angefangen. Er hat ein neues Bund für Menschen durch Israel gemacht. Aber das war nur ein Vorbereitung für etwas größer. Das Haupt Ziel war die Erfüllung des Erlösungsplan durch Jesus Christus. In der Offenbarung sind wir ein Vision davon bezeigt:

    Und er zeigte mir einen Strom lebendigen Wassers, klar wie Kristall, der ausgeht von dem Thron Gottes und des Lammes, mitten auf ihrer Straße und auf beiden Seiten des Stromes Bäume des Lebens, die tragen zwölfmal Früchte, jeden Monat bringen sie ihre Frucht, und die Blätter der Bäume dienen zur Heilung der Völker. (die Offenbarung 22,1-2)

    In dieser Bild sehen wir die Wiederherstellung des Garten. Durch sein Leben, Tod, und Auferstehung hat Jesus ein Weg gegeben, in dem Wir geistliche Heilung bekommen könnten. Jesus hat der Exil von Tod für uns erfahren, so dass wir mit der Schöpfer versöhnt werden könnten. Er ist für uns auf dem „Baum“ gekreuzigt, dass wir ein neuen Zugang zu ihm als das Baum des Lebens bekommen könnten.

    Wir sind vergeben und versöhnt von Vater und können wieder in seine Gegenwart hineintreten. Ja, wir sterben noch im Fleisch, aber wir werden mit Jesus auferstanden werden. Diese ewige Leben beginnt trotzdem heute, als wir in Beziehung mit Gott in Jesus und in der Heilige Geist sind.


    Was können wir tun?

    Wie kann man ein erfülltes, gesundes und glückliches Leben führen? Wie können wir wieder in Gottes Garten wieder kommen und lernen wieder er zu behaupten und bewahren?

    Gottes Atem empfangen

    Da machte Gott der HERR den Menschen aus Staub von der Erde und blies ihm den Odem des Lebens in seine Nase. (1 Mose 2,7)

    Als Gott uns den natürlichen Atem gegeben hat, kann er auch seinen Heiligen Geist in uns hauchen. Oder wie es einen Strom von Wasser in der Mitte des Gartens gibt, so gibt es auch den Strom des lebendigen Wassers aus Gottes Gegenwart.

    Wir sind mit etwas geschaffen, das uns von Tieren und auch von KI-Androiden unterscheidet. Wir haben eine tiefe Seele und einen Geist, die für eine Verbindung mit dem Schöpfer gemacht sind.

    Auf Gottes Wort ernähren

    Und Gott der HERR ließ aufwachsen aus der Erde allerlei Bäume, verlockend anzusehen und gut zu essen, und den Baum des Lebens mitten im Garten und den Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen. (1 Mose 2,9)

    Durch Gottes Geist haben wir auch die Fähigkeit, uns für Jesus zu entscheiden. Diese Entscheidung gibt es auch heute noch: Jesus, der wahre Baum des Lebens. Obwohl wir noch den ersten Tod erleben müssen, haben wir schon jetzt Zugang zu Gottes ewigem Leben. Die Ewigkeit beginnt jetzt – in einer Beziehung mit Jesus Christus.

    Wenn wir Zeit mit Jesus verbringen, wenn wir Ja zu ihm sagen und auf sein Wort hören, werden unsere Seele und unser Geist genährt. Wir werden von unserer geistlichen Krankheit geheilt und von unserer Gebrochenheit wiederhergestellt.

    Gottes Garten bewahren

    Und Gott der HERR nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, dass er ihn bebaute und bewahrte. (1 Mose 2,15)

    Wenn wir in Gottes Reich kommen, treten wir auch in seinen neuen Garten ein. Die Sprache hier ist ebenfalls eine Sprache, die für Priester verwendet wird. Die Schöpfung ist Gottes Tempel, und wir sind Priester – Vertreter Gottes auf der Erde. Unsere Verantwortung ist es jetzt, Gottes neuen Garten zu bebauen und zu bewahren, der sich in der Kirche und Gemeinde widerspiegelt.

    Das bedeutet, dass wir zuerst unsere eigene Seele und unsere Beziehung zu Gott bebauen und bewahren müssen. Danach können wir uns auch um andere Menschen kümmern und ihnen helfen, den Garten in ihrer eigenen Seele zu bebauen und zu bewahren.


    Vater, ich wende mich an Jesus, unseren Baum des Lebens. Erfülle mich mit deinem Leben. Durch dein Wort und deinen Geist werde ich deinen Garten pflegen und bewahren. Ich werde in meinem Glauben wachsen und deinen Mission leben.

  • 19.04.2026

    In den letzten Wochen sind Menschen seit 1972 wieder mit der Artemis-II-Mission zum Mond geflogen. Die Bilder, die sie fotografiert haben, waren erstaunlich.

    Durch Wissenschaft und Technik haben wir eine neue, größere Perspektive auf die Welt gewonnen. Wir können die ganze Welt wirklich auf einen Blick sehen. Das erfüllt uns mit Wundern und Staunen.

    Artemis II startbereit

    Wenn ich die Bilder von Erde und dem Weltraum anschaue, denke ich nicht nur über die Wissenschaft und Technik von Menschen nach, die das möglich gemacht habe, sondern auch die Wunder der Schöpfung.

    Die Existenz der Schöpfung – und unsere darin – ist ein Wunder.

    Die Wissenschaft hat uns viel über die Natur gelehrt, aber wie die Natur letztlich entstanden ist und warum, das hat sie noch nicht vollständig erklärt. In unserer sekulären Welt bleibt die Schöpfungsgeschichte für mich die überzeugendste und bedeutsamste Antwort auf unsere Existenz.


    Der Schöpfer schafft die Schöpfung

    Der Geist Gottes als Quelle der Schöpfung

    Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde. Und die Erde war wüst und leer, und Finsternis lag auf der Tiefe; und der Geist Gottes schwebte über dem Wasser. (1 Mose 1,1-2)

    Wenn wir die Schöpfungsgeschichte in 1. Mose lesen, ist es hilfreich, den kulturellen Kontext zu verstehen. Zum Beispiel: Als Israel im Exil war, wurde es mit der babylonischen Weltanschauung konfrontiert.

    Dort entsteht die Welt durch einen Krieg der Götter. Marduk, der Hauptgott, besiegt seine Mutter Tiamat und verwendet ihren Körper als Material für die Welt. Das bedeutet: Die Schöpfung entsteht aus Gewalt und Chaos (sehe Enuma Elisch).

    In der Bibel haben wir dagegen ein ganz anderes Bild.

    In den ersten Worten der Bibel gibt es ein interessantes Bild vom Zustand der Schöpfung. Es heißt, dass die Erde wüst und leer war und Finsternis auf der Tiefe lag. Es ist ein Bild eines geheimnisvollen Urchaos. Es wirkt wie ein „Nichts“.

    Aber es gibt kein „Nichts“. Der Geist Gottes schwebte über dem Wasser. Dieses Wüste und Leere bleibt in Erwartung, dass etwas aus dem „Nichts“ hervorgebracht wird. Der Geist Gottes schwebt über diesem Meer des Urchaos.

    Die Schöpfung durch das Wort Gottes

    Wie ist die Schöpfung entstanden? Sie ist durch das Wort Gottes entstanden. Das ist weshalb die Schöpfung ein Wunder ist.

    Und Gott sprach: Es werde Licht! Und es ward Licht. Und Gott sah, dass das Licht gut war. (1 Mose 1,3)

    Gott sprach, und es wurde Licht. Das Licht ist von Anfang an da, und es kommt aus Gottes Wort. Das Wort bringt Ordnung ins Chaos durch Licht. Und das Licht war gut.

    Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort. Dasselbe war im Anfang bei Gott. Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht, und ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist. (Johannes 1,1-3)

    In dem neue Testament ist das Wort Gottes tief verbunden mit Jesus und der Inkarnation. Das Wort, das Gott war, wurde Fleisch. Das herrliche Licht von Gott ist in Jesus Christus verkörpert. Gott hat der Welt und das Universums durch Christus gemacht.

    Ein hilfreiches Bild, um Gott als Dreieinigkeit zu verstehen, ist die Sonne. Gott, der Vater, ist die Quelle des Lichts. Jesus, der Sohn, ist das Licht. Und der Heilige Geist ist die Wärme.

    Durch Vater, Sohn und Geist ist die Welt – und alles Leben – ins Dasein gekommen.

    Die Schönheit in der Natur

    Was wir im Rest der Geschichte lesen, ist die Entfaltung der Schöpfung durch das Wort (1. Mose 1,3–25). Alles, was Gott macht, wird als „gut“ bestätigt. Im Gegenteil von der babylonischen Perspektive ist die Schöpfung von Gottes Wort geschaffen worden.

    Ich glaube nicht, dass es hilfreich ist, sich an der Frage festzubeißen, ob Gott das nun in sechs buchstäblichen Tagen getan hat oder nicht. Darum geht es in dem Text gar nicht. Er widerlegt die Evolutionstheorie weder, noch bestätigt er sie. 

    Im Gegensatz zu einer rein sekulären Sichtweise der Evolution besagt der Text, dass es einen Gott gibt, der hinter der Schöpfung steht und sie in seiner Weisheit und Macht erschaffen hat. Die Schöpfung hat einen tieferen Sinn und Zweck.

    Im Gegensatz zur heidnischen Weltanschauung dennoch hat Gott die Welt durch sein Wort erschaffen. In dieser Schöpfungsgeschichte sehen wir Schönheit, Ordnung, beständige Rhythmen und Vielfalt. Es ist nichts aus Chaos und Gewalt entstanden.


    Was können wir tun?

    Die Natur schätzen und von ihr lernen

    Diese Geschichte und das Verständnis des Schöpfers bilden die Grundlage für Wissenschaft und Technik. Der Grund dafür ist, dass die Schöpfung geordnet ist und inneren Gesetzen folgt, die erforscht werden können.

    Ich und ein Freund bei einer Wanderung in der Heide (2025)

    Das ist etwas, dass ich von Deutschen gelernt habe. Jedes Jahr gehe ich auf eine Wanderung mit einem Freund in den unterschiedlich Ort innerhalb Deutschlands. Vom Rhein zum Sauerland. Wir erkunden die Natur, die Dörfer. Er ist auch ein Wissenschaftler und ich habe viel von ihm über die Nature gelernt.

    Ein Leben von Anbetung

    Als Antwort auf die Schöpfungsgeschichte können wir ein Leben der Anbetung und Dankbarkeit führen. Die Schöpfung selbst ist Gottes Tempel, und wir sind Priester darin.

    Aber es kommt die Stunde und ist schon jetzt, dass die wahren Anbeter den Vater anbeten werden im Geist und in der Wahrheit; denn auch der Vater will solche Anbeter haben. (Johannes 4,23)

    Ohne Gott ist unser Leben wüst und leer. Wir sind in der Finsternis. Aber der Heilige Geist schwebt über uns. Neue Schöpfung kann in uns entstehen. Gott spricht sein Wort in Jesus Christus, und ein neues Licht in uns macht alles neu.

    Wenn du bereit bist, deinem echten Schöpfer zu begegnen, bete mit uns.


    Vater im Himmel, du bist mein Schöpfer, der mich erschaffen hat und mich liebt. Danke für die Schöpfung. Danke für das Leben.

    Jesus, ich glaube, dass du, das Wort Gottes, gesandt warst, um Licht in meinem Leben zu bringen. Du bist für mich gestorben, um mich mit Gott zu versöhnen.

    Heilige Geist, ich glaube, dass du mir nahe bist und über meinem Gefühl von Leere und Gebrochenheit schwebt. Ich brauche dich.

  • Glaube trotz Zweifel

    05.04.2026

    Heutzutage scheint es für viele Menschen nahezu unmöglich, dass Wunder überhaupt geschehen könnten – geschweige denn, dass man an die Auferstehung glauben sollte.

    Gerade hier in Deutschland gibt es eine lange theologische Tradition, in der Denker wie Rudolf Bultmann versucht haben, zu einem „modernen“ Verständnis des christlichen Glaubens zu gelangen – einem Verständnis, das keine Wunder und keine tatsächliche Auferstehung mehr voraussetzt.

    „Man kann nicht elektrisches Licht und Radioapparat benutzen, in Krankheitsfällen moderne medizinische und klinische Mittel in Anspruch nehmen und gleichzeitig an die Geister- und Wunderwelt des Neuen Testaments glauben. Und wer meint, es für seine Person tun zu können, muß sich klar machen, daß er, wenn er das für die Haltung des christlichen Glaubens erklärt, damit die christliche Verkündigung in der Gegenwart unverständlich und unmöglich macht“ (Neues Testaments und Mythologie, 18).

    In meiner Masterarbeit, in der ich das Johannesevangelium untersucht habe, habe ich auch Bultmanns Kommentar gelesen. Darin versucht er, den mythologischen Hintergrund des Evangeliums zu erklären, ausgehend von der Annahme, dass die Wunder – insbesondere die Auferstehung – nicht wirklich stattgefunden haben.

    Warum glauben wir in einer Zeit der Skepsis immer noch daran, dass die Auferstehung nicht nur ein christlicher Mythos ist, sondern wirklich stattgefunden hat?


    Die Zeugen der Auferstehung

    Rudolf Bultmann war nicht die erste Person, die an der Auferstehung Jesu zweifelte. Auch Thomas, einer der Jünger Jesu, ist ein bekanntes Beispiel dafür.

    Doch Thomas zweifelte: »Das glaube ich nicht! Ich glaube es erst, wenn ich seine durchbohrten Hände gesehen habe. Mit meinen Fingern will ich sie fühlen, und meine Hand will ich in die Wunde an seiner Seite legen.« (Johannes 20,25)

    Im Johannesevangelium spielt Thomas eine größere Rolle als in den anderen Evangelien. Er bringt vieles durch Fragen zur Sprache und wirkt dabei selbst ein wenig skeptisch (sehe Johannes 11,18 und 14,5).

    Was war das Zeichen, das Gott Thomas gegeben hat, und was bedeutet es?

    Das Leere Grab

    Zuerst gibt es das leere Grab (Johannes 20,1-10).

    Wurde der Leichnam Jesu gestohlen? Wurde er weggebracht? Oder hat Gott Jesus wirklich von den Toten auferweckt? Den Autoren der Evangelien waren bewusst, dass dies Anlass zu Zweifeln geben würde, und sie gingen sofort darauf ein. Das leere Grab ist ein Zeugnis. Karl Barth zufolge…

    „Das leere Grab kann gewiss nicht als ‚historischer‘ Beweis dienen … aber es ist in der Tat eine unverzichtbare Begleiterscheinung der Bezeugung, dass Jesus von den Toten auferstanden ist“ (Kirchliche Dogmatik, IV, 341).

    Was macht das leere Grab von Jesus möglich?

    Wenn Gott wirklich existiert, ist alles möglich. Gott kann in die Geschichte eingreifen. Gott ist ein Gott der Wunder. Er hat die Welt und ihre physikalischen Gesetze erschaffen.

    Gegen Bultmann können Die Welt der modernen Wissenschaft und die Welt der Wunder durchaus nebeneinander existieren. Gott respektiert diese Gesetze und handelt im Rahmen dieser Gesetze, weil er sie selbst geschaffen hat. Es gibt jedoch Zeiten, in denen Gott eingreift. Er tut dies aus einem ganz bestimmten Heilsplan heraus.

    Das Zeugnis der Jünger

    Zweitens besteht das Zeugnis der Jünger (Johannes 20,11-23). Das leere Grab ist ein Aspekt des Zeugnisses, aber das reichte nicht aus. Er selbst erschien den Jüngern ganz persönlich.

    Können wir dem Zeugnis der Jünger vertrauen? Ist das der Anfang einer mythologischen Erfindung? Interessant ist jedoch: Wenn Jesus nicht von den Toten auferstanden wäre, welchen Grund hätten sie dann gehabt, das zu erfinden?

    Laut einem anderen NT-Forscher, N. T. Wright, gab es andere messianische Bewegungen des ersten Jahrhunderts, Menschen, die Männern folgten, die behaupteten, der Messias zu sein. Aber die Römer kreuzigten auch sie, und ihre Bewegung verlief im Sande.

    Die Realität ist: Die Jünger hatten Angst. Sie alle hatten erwartet, dass Jesus ein Messias wie David sein und die Römer vertreiben würde, aber er starb. Sie alle, besonders Petrus, verleugneten Jesus. Nach seinem Tod sehen wir, wie sie sich in einem Raum versteckten. Sie fürchteten um ihr Leben. Es muss wirklich etwas passiert sein, das sie zu solcher Kühnheit inspiriert hat. 

    Die Wunden von Jesus

    Drittens hat Jesus ihm seine Wunden gezeigt (Johannes 1,24-29). Thomas musste Jesus selbst erleben. Das Zeugnis der anderen Jünger reichte ihm nicht. Jesus kannte Thomas’ Zweifel und ging auf ihn ein, so wie er gerade war. 

    Dann wandte er sich an Thomas: »Leg deinen Finger auf meine durchbohrten Hände und sieh sie dir an! Gib mir deine Hand und leg sie in die Wunde an meiner Seite! Zweifle nicht länger, sondern glaube!« Thomas antwortete: »Mein Herr und mein Gott!«  (Johannes 10,27-28)

    Warum hat sich Jesus Thomas gegen so verhalten? Weil er Thomas geliebt hat. Gott ist ein beziehungsorientierter Gott der Liebe. Er hat eine echte Beziehung mit Thomas gewollt.

    Diese Geschichte bestätigt, dass Jesus, der Gekreuzigte, wahrhaftig der Messias ist. Er ist für unsere Sünde gestorben. Die Auferstehung bezeugt Jesus als Würdig für unsere Erlösung. Und er hat das getan, weil der Vater uns geliebt hat.

    In der Reaktion darauf gibt Thomas das deutlichste Bekenntnis zu Jesus als dem fleischgewordenen Wort, als dem Mensch gewordenen Gott.

    Interessanterweise wurde Thomas zu einem einflussreichen Apostel Christi. Der Überlieferung zufolge reiste er bis nach Indien, um dort das Evangelium zu verkünden. Tatsächlich gibt es heute in Indien Kirchen, die behaupten, ihren Ursprung in der Missionsarbeit von Thomas zu haben.


    Die Auferstehung für uns heute

    Glaube trotz Zweifel

    Zuerst sind Zweifeln kein Hindernis für Glaube. Der Herr ist groß genug für unsere Zweifel. Der Glaube ist größer als unsere Zweifel. So wie Jesus Thomas gnädig war, so ist er auch uns gnädig. Er möchte uns segnen, wenn wir im Glauben zu ihm kommen. 

    Vielleicht befinden wir uns in einer ähnlichen Lage wie Bultmann. Wir lieben die Geschichte von Jesus. Aber wir kämpfen mit Zweifeln daran, ob das, was die Bibel sagt, im historischen Sinne wirklich wahr ist. Wir wollen nicht getäuscht werden. Wie Thomas wollen wir die Wahrheit. Wir wollen, dass das, woran wir glauben, echt ist. Jesus kommt zu uns in unseren Zweifeln und spricht uns Frieden zu. Er ist größer als unsere Zweifel.

    Wo hast du Fragen oder Zweifel? Bringt eure Fragen und Zweifel mit. Jesus kann zu uns sprechen, genau dort, wo wir gerade stehen.

    Jesus offenbart sich

    Zweitens ist Christlicher Glaube persönlich. Vielleicht sind wir offen für den Gedanken, dass Gott existiert. Vielleicht gefällt uns die Vorstellung von Jesus. Aber sind wir Jesus begegnet? Haben wir persönlich im Glauben auf Jesus reagiert?

    Was mich persönlich überzeugt hat, waren nicht unbedingt Argumente für oder gegen die Existenz Gottes oder Argumente für die wundersame Auferstehung Jesu. Sondern es war eine Begegnung mit Jesus selbst. Der Schritt des Glaubens besteht bei mir darin, diesen Schritt zu tun: Ich bin bereit zu glauben. Ich bin bereit, mich hinzugeben.

    Kennst du Jesus als Idee oder persönlich? Jesus kann uns zu einem lebendigen Glauben und einer persönlichen Beziehung zu ihm führen.

    Eine neue Art von Frieden

    Drittens bringt der auferstandene Jesus Frieden. Wo brauchst du diesen Frieden heute? Wann immer der auferstandene Jesus seinen Jüngern begegnete, begrüßte er sie mit den Worten: „Friede sei mit euch!“

    Jesus ist gekommen, um uns einen Frieden zu schenken, den unsere zerbrochene Welt nicht kennt. Was wir in diesen Auferstehungsgeschichten sehen, ist, dass Jesus immer in Frieden kommt.

    »Dies alles habe ich euch gesagt, damit ihr durch mich Frieden habt. In der Welt werdet ihr hart bedrängt, aber lasst euch nicht entmutigen: Ich habe diese Welt besiegt.« (Johannes 16,33)

    Wir, die wir den Frieden Gottes in Jesus Christus erfahren haben, können nur Zeugnis davon ablegen und sagen, dass Gott uns einen Frieden schenken kann, der uns in einer zerbrochenen und unbeständigen Welt Halt gibt. Jesus ist gekommen, um uns einen Frieden zu schenken, den unsere zerbrochene Welt nicht kennt.


    Vater, danke, dass du Jesus von den Toten auferweckt hast, um Frieden mit der Welt zu schließen.

    Trotz meiner Zweifel setze ich mein Vertrauen auf Jesus und vertraue auf die Kraft der Auferstehung.

    Ich habe den Frieden Gottes empfangen, der anders ist als der Frieden der Welt.