
Geschafft für Community
31.05.2026
Das Thema der Romanze und von Beziehungen ist noch immer wichtig. In Filmen, im Fernsehen und in sozialen Medien ist das Thema weiterhin relevant. Wie kann man echte Liebe im Leben finden? Für einige Menschen ist Liebe so wichtig, dass sie eine Frage der Sicherheit ist. Sie ist ein Teil ihrer Identität. Es gibt Angst vor Einsamkeit.

Und jetzt wird es mit KI noch komplizierter. Es gibt einen Sci-Fi Film von Spike Jonze, der Her heißt. Darin verliebt sich ein einsamer Mann in eine KI-Begleiterin. Hinter dieser Science-Fiction-Prämisse verbirgt sich eine sehr ernste Auseinandersetzung mit moderner Isolation und dem menschlichen Bedürfnis, gesehen und emotional widergespiegelt zu werden. Wie können wir Intimität in einer säkularen Welt finden?
Gottes Vision für die Beziehungen
Gott hat uns für Gemeinschaft geschaffen
„Und Gott der HERR sprach: Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei; ich will ihm eine Hilfe machen, die ihm entspricht.“ (1 Mose 1,18)
In Gottes Ebenbild geschaffen zu sein (1. Mose 1,26–28) bedeutet, dass wir für Gemeinschaft gemacht sind. Gott setzte Adam in den Garten, damit er ihn pflegt, bebaut und bewahrt (1. Mose 2,15). Ihm wurde Verantwortung gegeben. Aber Gott hatte nie vor, dass er alles allein tun muss.
Warum ist das so? Auch in Gottes Wesen selbst gibt es Beziehung. Gott ist Vater, Sohn und Heiliger Geist — eine ewige Gemeinschaft in vollkommener Einheit. Weil Menschen im Ebenbild Gottes geschaffen sind, spiegeln auch wir diese Aspekte von Gottes Charakter wider.
Das bedeutet nicht, dass wir mit allen beste Freunde sein müssen. Vielleicht brauchen wir im Leben nur ein oder zwei enge Freunde. Auch introvertierte Menschen brauchen Gemeinschaft, egal wie klein ihr Freundeskreis ist.
Die Freude an der Partnerschaft
Die Erschaffung der Frau zeigt eine Partnerschaft mit dem Mann, damit sie gemeinsam die Schöpfung im Garten bewahren.
Dass Gott in der Geschichte die Frau nach dem Mann und als Gehilfin erschafft, bedeutet nicht automatisch Unterordnung. Als „Helfer“ (ʿezer) bezeichnet zu werden heißt nicht, weniger wert oder untergeordnet zu sein. Im Alten Testament wird sogar Gott selbst mit diesem Wort beschrieben — als Helfer Israels (Psalm 33,20; 70,5).
Männer und Frauen sind alle Menschen:
„Und Gott der HERR baute eine Frau aus der Rippe, die er von dem Menschen nahm, und brachte sie zu ihm. Da sprach der Mensch: Die ist nun Bein von meinem Bein und Fleisch von meinem Fleisch; man wird sie Männin nennen, weil sie vom Manne genommen ist.“ (1 Mose 2,22-23)
Auch die Tatsache, dass Gott Adams Rippe nahm, um die Frau zu erschaffen, unterstreicht ihre tiefe Verbundenheit. Sie gehören zueinander. Anders als die Tiere wurden sie gemeinsam geschaffen, um Verantwortung für die Schöpfung zu tragen. Deshalb sagt Adam, als er Eva zum ersten Mal sieht: „Fleisch von meinem Fleisch und Knochen von meinen Knochen.“ Trotz ihrer geschlechtlichen Unterschiede gehören sie zusammen.
Als ich zum Beispiel Carla zum ersten Mal sah, dachte ich nicht: „Da ist jemand, der mir untergeordnet sein könnte.“ Nein. Ich dachte: „Wow! Schau mal, wie schön sie ist! Ich möchte sie kennenlernen. Ich will auch herausfinden, ob wir als Lebenspartner zusammenpassen! Können wir zusammen gut Jesus nachfolgen?“
„Ein Fleisch“ als Bundesbeziehung
Was bedeutet diese Text in Bezug auf der Ehe? Jesus selbst bekräftigt diesen Text als Grundlage für die Ehe.
„Er aber antwortete und sprach: Habt ihr nicht gelesen, dass der Schöpfer sie am Anfang schuf als Mann und Frau und sprach: »Darum wird ein Mann Vater und Mutter verlassen und an seiner Frau hängen, und die zwei werden ein Fleisch sein«? So sind sie nun nicht mehr zwei, sondern ein Fleisch. Was nun Gott zusammengefügt hat, das soll der Mensch nicht scheiden!“ (Matthias 19,4-6)
Wenn wir über die Ehe sprechen, vertreten wir als Gemeinde eine traditionelle Sicht. Die Ehe ist ein Bund zwischen einem Mann und einer Frau für das ganze Leben.
Paulus greift dieses Thema auch in Epheser 5 auf. Auch in der Ehe sehen wir eine tiefe Widerspiegelung von Gottes Wesen, das sich in Jesus Christus offenbart.
„Denn wir sind Glieder seines Leibes. »Darum wird ein Mann Vater und Mutter verlassen und an seiner Frau hängen, und die zwei werden ein Fleisch sein« Dies Geheimnis ist groß; ich deute es aber auf Christus und die Gemeinde. Darum auch ihr: ein jeder liebe seine Frau wie sich selbst; die Frau aber habe Ehrfurcht vor dem Mann.“ (Epheser 5,30-33)
Dieser Abschnitt verankert die Realität der Ehe theologisch in Christus. Tatsächlich ist die Ehe nicht notwendig, um die Menschheit am Leben zu erhalten. Heutzutage können Kinder ja sogar in einem wissenschaftlichen Labor in einer Reagenzglas geboren werden.
Aber die Ehe schafft ein stabiles Umfeld der Liebe, das den Charakter Gottes widerspiegelt. Sie verweist auf Gottes Treue, die sich in Jesus offenbart.
Ist die Ehe für alle?
Was bedeutet diese Text in Bezug auf Menschen, die nicht geheiratet sind? Sowohl Jesus als auch Paulus entschieden sich dafür, unverheiratet zu bleiben, damit sie Gott ohne Ablenkungen dienen konnten.
Er sprach aber zu ihnen: Dies Wort fassen nicht alle, sondern die, denen es gegeben ist. Denn es gibt Verschnittene, die von Geburt an so sind; und es gibt Verschnittene, die von den Menschen verschnitten worden sind; und es gibt Verschnittene, die sich selbst verschnitten haben um des Himmelreiches willen. Wer es fassen kann, der fasse es! (Matthias 19,11-12)
Das ist ja eine schwere Lehre. Ich habe viel von dem amerikanischen Pastor Wesley Hill gelernt. Er ist schwul und Pastor in einer progressiven Kirche. Trotzdem hat er sich entschieden, ein Leben in der Enthaltsamkeit zu führen. Er ist überzeugt, seine homosexuellen Empfindungen nicht auszuleben. Gleichzeitig ist ihm sehr bewusst, wie schwer dieser Weg ist.
Sein Schwerpunkt liegt darauf, dass die Gemeinde ein Ort sein muss, an dem Menschen aus der LGBTQ+ Community echte Gemeinschaft finden können, denn auch sie brauchen Freundschaft und Beziehungen. Sie sind ebenso im Ebenbild Gottes geschaffen und nicht dazu bestimmt, allein zu sein.
Sie brauchen wie uns tief geistliche Freundschaft und Community.
Was können wir tun?
Pflege deine Beziehungen bewusst
Wie pflegst und kümmerst du dich um deine Freundschaften, deine Familie und deine Beziehungen?
Beziehungen brauchen Zeit und Aufmerksamkeit, egal ob es sich um eine Ehe oder eine Freundschaft handelt. Community ist etwas, das wir — wie Adam im Garten — pflegen und bewahren müssen. Es braucht Energie. Teil einer Gemeinde zu sein braucht ebenfalls Energie. Aber Community, Gemeinschaft und Beziehungen lohnen sich.
Natürlich bedeutet das auch, dass wir Spaß haben sollten, aber ebenso, dass wir tiefere geistliche Freundschaften kultivieren. Ich freue mich auf die Zweierschaft, die wir üben könnten. Ich treffe mich jetzt regelmäßig mit einem Freund, um Gottes Wort zu lesen und zu beten. Ich finde viel Freude in dieser Freundschaft.
Die Ehe als Bund, nicht nur als Gefühl
Wie kümmerst du dich in eurer Ehe um deinen Partner und hilfst ihm dabei, Jesus nachzufolgen und als Kind Gottes zu wachsen?
Für Menschen, die verheiratet sind, ist die Ehe ein Bund. Das bedeutet, dass es nicht nur Romantik und gute Gefühle gibt, sondern auch eine große Hingabe — sogar dann, wenn es schwierig wird. Die Ehe ist auch ein Garten, den man pflegen und bewahren muss. Um die Romantik lebendig zu halten, müssen wir daran arbeiten: Dates, Zeit miteinander verbringen und ja, auch Sex.
Und es gibt auch einen geistlichen Aspekt der Ehe. Ich habe festgestellt, dass Carla und ich uns auch gegenseitig näherkommen, wenn wir näher bei Jesus sind. Deshalb ist es so wichtig, einen Partner oder eine Partnerin zu haben, der oder die unseren Glauben teilt. Wenn Jesus unsere wahre Identität ist, dann passt es, wenn unser Partner oder unsere Partnerin auf demselben Fundament steht.
Die Gemeinde für Gemeinschaft mit Gott
Wen hat Gott dir auf deinen Weg gestellt, damit du ihn „segnen“ kannst, damit er in Jesus Christus seine endgültige Erfüllung findet?
Die Kirche ist auch ein Ort echter Gemeinschaft. Das erfordert Mühe. Aber es ist ein Ort, an dem wir uns gegenseitig ermutigen, in unserer innigen Beziehung zu Gott zu wachsen.
Es ist ein Ort, an dem wir als Menschen, die nach Gottes Ebenbild geschaffen sind, bestätigt werden, aber auch, an dem wir unsere Ängste, Unsicherheiten und Schwächen bekennen können. Es ist ein Ort, an dem wir Gemeinschaft um Jesus herum erleben können.










