
Das Wunder der Schöpfung
In den letzten Wochen sind Menschen seit 1972 wieder mit der Artemis-II-Mission zum Mond geflogen. Die Bilder, die sie fotografiert haben, waren erstaunlich.
Durch Wissenschaft und Technik haben wir eine neue, größere Perspektive auf die Welt gewonnen. Wir können die ganze Welt wirklich auf einen Blick sehen. Das erfüllt uns mit Wundern und Staunen.

Wenn ich die Bilder von Erde und dem Weltraum anschaue, denke ich nicht nur über die Wissenschaft und Technik von Menschen nach, die das möglich gemacht habe, sondern auch die Wunder der Schöpfung.
Die Existenz der Schöpfung – und unsere darin – ist ein Wunder.
Die Wissenschaft hat uns viel über die Natur gelehrt, aber wie die Natur letztlich entstanden ist und warum, das hat sie noch nicht vollständig erklärt. In unserer sekulären Welt bleibt die Schöpfungsgeschichte für mich die überzeugendste und bedeutsamste Antwort auf unsere Existenz.
Der Schöpfer schafft die Schöpfung
Der Geist Gottes als Quelle der Schöpfung
Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde. Und die Erde war wüst und leer, und Finsternis lag auf der Tiefe; und der Geist Gottes schwebte über dem Wasser. (1 Mose 1,1-2)
Wenn wir die Schöpfungsgeschichte in 1. Mose lesen, ist es hilfreich, den kulturellen Kontext zu verstehen. Zum Beispiel: Als Israel im Exil war, wurde es mit der babylonischen Weltanschauung konfrontiert.
Dort entsteht die Welt durch einen Krieg der Götter. Marduk, der Hauptgott, besiegt seine Mutter Tiamat und verwendet ihren Körper als Material für die Welt. Das bedeutet: Die Schöpfung entsteht aus Gewalt und Chaos (sehe Enuma Elisch).
In der Bibel haben wir dagegen ein ganz anderes Bild.
In den ersten Worten der Bibel gibt es ein interessantes Bild vom Zustand der Schöpfung. Es heißt, dass die Erde wüst und leer war und Finsternis auf der Tiefe lag. Es ist ein Bild eines geheimnisvollen Urchaos. Es wirkt wie ein „Nichts“.
Aber es gibt kein „Nichts“. Der Geist Gottes schwebte über dem Wasser. Dieses Wüste und Leere bleibt in Erwartung, dass etwas aus dem „Nichts“ hervorgebracht wird. Der Geist Gottes schwebt über diesem Meer des Urchaos.
Die Schöpfung durch das Wort Gottes
Wie ist die Schöpfung entstanden? Sie ist durch das Wort Gottes entstanden. Das ist weshalb die Schöpfung ein Wunder ist.
Und Gott sprach: Es werde Licht! Und es ward Licht. Und Gott sah, dass das Licht gut war. (1 Mose 1,3)
Gott sprach, und es wurde Licht. Das Licht ist von Anfang an da, und es kommt aus Gottes Wort. Das Wort bringt Ordnung ins Chaos durch Licht. Und das Licht war gut.
Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort. Dasselbe war im Anfang bei Gott. Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht, und ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist. (Johannes 1,1-3)
In dem neue Testament ist das Wort Gottes tief verbunden mit Jesus und der Inkarnation. Das Wort, das Gott war, wurde Fleisch. Das herrliche Licht von Gott ist in Jesus Christus verkörpert. Gott hat der Welt und das Universums durch Christus gemacht.

Ein hilfreiches Bild, um Gott als Dreieinigkeit zu verstehen, ist die Sonne. Gott, der Vater, ist die Quelle des Lichts. Jesus, der Sohn, ist das Licht. Und der Heilige Geist ist die Wärme.
Durch Vater, Sohn und Geist ist die Welt – und alles Leben – ins Dasein gekommen.
Die Schönheit in der Natur
Was wir im Rest der Geschichte lesen, ist die Entfaltung der Schöpfung durch das Wort (1. Mose 1,3–25). Alles, was Gott macht, wird als „gut“ bestätigt. Im Gegenteil von der babylonischen Perspektive ist die Schöpfung von Gottes Wort geschaffen worden.
Ich glaube nicht, dass es hilfreich ist, sich an der Frage festzubeißen, ob Gott das nun in sechs buchstäblichen Tagen getan hat oder nicht. Darum geht es in dem Text gar nicht. Er widerlegt die Evolutionstheorie weder, noch bestätigt er sie.
Im Gegensatz zu einer rein sekulären Sichtweise der Evolution besagt der Text, dass es einen Gott gibt, der hinter der Schöpfung steht und sie in seiner Weisheit und Macht erschaffen hat. Die Schöpfung hat einen tieferen Sinn und Zweck.
Im Gegensatz zur heidnischen Weltanschauung dennoch hat Gott die Welt durch sein Wort erschaffen. In dieser Schöpfungsgeschichte sehen wir Schönheit, Ordnung, beständige Rhythmen und Vielfalt. Es ist nichts aus Chaos und Gewalt entstanden.
Was können wir tun?
Die Natur schätzen und von ihr lernen
Diese Geschichte und das Verständnis des Schöpfers bilden die Grundlage für Wissenschaft und Technik. Der Grund dafür ist, dass die Schöpfung geordnet ist und inneren Gesetzen folgt, die erforscht werden können.

Das ist etwas, dass ich von Deutschen gelernt habe. Jedes Jahr gehe ich auf eine Wanderung mit einem Freund in den unterschiedlich Ort innerhalb Deutschlands. Vom Rhein zum Sauerland. Wir erkunden die Natur, die Dörfer. Er ist auch ein Wissenschaftler und ich habe viel von ihm über die Nature gelernt.
Ein Leben von Anbetung
Als Antwort auf die Schöpfungsgeschichte können wir ein Leben der Anbetung und Dankbarkeit führen. Die Schöpfung selbst ist Gottes Tempel, und wir sind Priester darin.
Aber es kommt die Stunde und ist schon jetzt, dass die wahren Anbeter den Vater anbeten werden im Geist und in der Wahrheit; denn auch der Vater will solche Anbeter haben. (Johannes 4,23)
Ohne Gott ist unser Leben wüst und leer. Wir sind in der Finsternis. Aber der Heilige Geist schwebt über uns. Neue Schöpfung kann in uns entstehen. Gott spricht sein Wort in Jesus Christus, und ein neues Licht in uns macht alles neu.
Wenn du bereit bist, deinem echten Schöpfer zu begegnen, bete mit uns.

